News April 2011

Der Online-Videodienst Youtube will künftig professionell produzierte Unterhaltungsformate anbieten. Fünf bis zehn Stunden pro Woche will der Google-Ableger pro Woche zeigen. Derzeit laufen Verhandlungen mit Rechteinhabern und Hollywood-Agenten. Vor allem an Sport- und Kunst-Inhalten hat Youtube Interesse. 100 Millionen Dollar will der Onlinevideodienst investieren. Die Zuschauer sollen dank der professionell produzierten Inhalte 15 Minuten länger als bisher auf der Seite verweilen. Das soll die Anzeigenumsätze erhöhen. Youtube war mit kurzen Homevideos bekannt geworden. Die Firmenleitung hat allerdings Angst, dass die Nutzer bald das Interesse an diesen Filmen verlieren. Konkurrenten wie Apple oder Amazon zeigen bereits Kinofilme und Fernsehsendungen gegen Bezahlung im Internet.

Die KfW als Förderbank des Bundes engagiert sich ab jetzt in der Kreditfinanzierung bei Filmprojekten. Sie finanziert Stoff-, Drehbuch- und Projektentwicklung (Development) sowie Castings und Locationscouting (Anschubfinanzierung Vorproduktion). Außerdem sind Bridgefinanzierungen (Vorfinanzierung auf noch nicht fällige, jedoch zugesagte Raten Dritter), GAP-Finanzierungen (Vorfinanzierung einer ggf. bestehenden Finanzierungslücke) und Zwischenfinanzierungen (Vorfinanzierung auf noch nicht fällige, jedoch zugesagte Raten Dritter) möglich. Die Darlehen werden nach eingehender Risikoprüfung zu marktüblichen Konditionen ausgegeben. Anträge dürfen deutsche Filmproduktionsgesellschaften sowie ausländische Gesellschaften mit Tochtergesellschaften in Deutschland stellen, die in Deutschland produzieren. Daneben auch Projektgesellschaften, die zum Zwecke der Filmproduktion gegründet wurden und die ihren Sitz in Deutschland haben. Die Gesellschaften müssen sich mehrheitlich im Privatbesitz befinden und dürfen einen Jahresumsatz von 500 Millionen Euro nicht überschreiten. Und sie müssen nachweisen, dass sie über ausreichend Erfahrung verfügen, um professionell Filme zu produzieren.