MFFV und IGFF erzielen erste Ergebnisse mit dem MDR

PRESSEMITTEILUNG, 2.Oktober 2015

Der Mitteldeutsche Film- und Fernsehproduzentenverband (MFFV) und die IG Freie Fernsehschaffende (IGFF) haben in gemeinsamen Gesprächen mit dem Mitteldeutschen Rundfunk erste Ergebnisse erzielt. In verschiedenen Runden sprechen Vertreter des Senders und der Verbände über Fragen der Honorierung und neue Modelle in der Auftragsvergabe.

Eines der Hauptthemen bei den seit Mai 2015 laufenden Gesprächen ist die Situation der freien Mitarbeiter, die bei Dienstleistern zum Einsatz kommen. Dabei geht es vorrangig um gerechte Honorare und sozial verträgliche Arbeitsbedingungen. Zukünftig soll stärker darauf geachtet werden, dass Dienstleister in der Lage sind, freien Mitarbeitern angemessene Honorare zu zahlen. Deshalb ist eine Arbeitsgruppe aus Vertretern von MDR, Produzenten und freien Mitarbeitern gegenwärtig dabei, die Kalkulationsschemen anzupassen, die Grundlage für Verträge zwischen den Dienstleistern und dem MDR sind. Außerdem setzen sich die Vertreter der Arbeitsgruppe für eine Sicherung der inhaltlichen Qualität ein. Dazu ist ein Gütesiegel im Gespräch für Firmen, die die hohen Standards einhalten, auf welche sich der MDR, die Produzenten- und die Freienvertreter einigen wollen. Dieses gemeinsam entwickelte Gütesiegel soll Voraussetzung für den Abschluss der künftigen Rahmenverträge sein.

Um die Zusammenarbeit zwischen Sender, Produzenten, Dienstleistern und freien Mitarbeitern weiter zu stärken, haben MFFV und MDR die Einrichtung einer Clearing-Stelle vereinbart. Hier sollen Probleme untereinander geklärt und Lösungen gemeinsam erarbeitet werden.

Für unabhängige Produktionsunternehmen, die mehrfach erfolgreich mit dem MDR Projekte realisiert haben, prüft der MDR den Verzicht auf Bürgschaften. MDR-Intendantin Karola Wille hat in den Gesprächen nochmals deutlich gemacht, dass Bürgschaftskosten, entsprechend der Eckpunkte mit der Produzentenallianz, auf Nachweis von Senderseite übernommen werden.

Die Gespräche haben gezeigt: Qualitativ hochwertiges Fernsehen kostet Geld, gut ausgebildetes, kreatives Personal ebenfalls. Das unterstrichen die Beteiligten nach den Gesprächen. Die Anforderungen an die Macher sind gestiegen. Ausspielwege, wie etwa Online, müssen zusätzlich bedient werden. Deshalb plädieren MFFV und IGFF nachdrücklich dafür, dass in der nächsten Beitragsperiode die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten mit realistischen Programmgeldern ausgestattet werden.

MFFV und IGFF setzen nach eigenem Bekunden weiterhin auf konstruktive und lösungsorientierte Gespräche mit dem MDR.