Erstmals wurden von Karola Wille als Vorsitzender der ARD die fälligen 3,2 Millionen Euro für die erfolgreichsten 70 Produktionen des Jahres ausgeschüttet.

Darunter sind auch einige Produktionen aus Mitteldeutschland unter anderem „Schloss Einstein“, „In aller Freundschaft“ (Saxonia Media Filmproduktion) und „Die Weite suchen“ (Balance Film GmbH/MDR).

Anfang 2016 wurde die Selbstverpflichtungserklärung „Eckpunkte 2.0“ nach langen Verhandlungen zwischen ARD und der Produzentenallianz beschlossen. Das gesamte Fördervolumen beträgt 12,8 Millionen Euro, das von 2017 bis 2020 mit 3,2 Millionen pro Jahr auf die erfolgreichsten Produktionen verteilt wird.

Das neue „Leistungsmodell“ soll deutsche Produzenten ermutigen, innovative und wettbewerbsfähige Produktionen herzustellen.

Näheres sowie die Liste aller ausgezeichneten Produktionen unter http://www.dwdl.de/nachrichten/59919/ard_schuettet_32_mio_euro_an_produzenten_aus/

„Es sind beeindruckende Zahlen und Schlussfolgerungen, die das Bundeswirtschaftministeriumvorgelegt hat“, erklärt Alexander Thies, Vorsitzender der Produzentenallianz.

24,5 Milliarden Euro Produktionswert und 161.000 Beschäftigte in 2014, das könne sich sehen lassen. Die Studie untersucht die Bruttowertschöpfung der Branche, Effekte auf die Beschäftigung sowie auch die volkswirtschaftlichen Effekte der Filmförderung.

„Ich hoffe, dass das Engagement des BMWi in dieser Sache dazu beitragen wird, dass unsere Branche als das wahrgenommen wird, das sie ist: einerseits der zentrale Erzeuger von Kultur in unserem Land, andererseits aber eben auch Zukunftsindustrie, Schrittmacher der Digitalisierung und Job-Maschine.“ Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries betonte gegenüber der Presse: „Die Filmwirtschaft ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Deutschland.“

Die vollständige Pressemeldung der Produzenten Allianz ist unter http://www.produzentenallianz.de/pressemitteilungen/pressemitteilungen/inhalte-pressemitteilungen/bmwi-studie-wirtschaftliche-bedeutung-der-filmindustrie-in-deutschland.html

Die Studie „Wirtschaftliche Bedeutung der Filmindustrie in Deutschland“ zum Download auf den Seiten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie:
http://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Studien/bedeutung-filmindustrie.html

Grit Wißkirchen ist seit 6.12.2016 Vizepräsidentin der SLM

Grit Wißkirchen ist seit 6.12.2016 Vizepräsidentin der SLM

Nach der ersten konstituierenden Sitzung des neue Medienrates der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien vom 6.12.2016 steht es fest: Michael Sagurna ist der neue SLM-Präsident. Er hatte das Amt auch in der vorangegangenen Amtszeit schon inne. Grit Wißkirchen, die neu in dem Gremium gewählt wurde, übernimmt den Posten als Vizepräsidentin. Die weiteren Mitglieder des wichtigsten Gremiums der Landesmedienanstalt sind Eva Brackelmann, Markus Heinker und Prof. Dr. Rüdiger Steinmetz. Mehr Infos z.B. bei Flurfunk Dresden

Claas Danielsen ist ab 1. Dezember 2016 neuer Geschäftsführer der MDM. Von 2004 bis 2014 war er Geschäftsführer und künstlerischer Leiter des Internationalen Leipziger Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm und seither als Berater diverser Institutionen, als Lehrbeauftragter und als Mitglied im Vergabeausschuss der MDM tätig.

„Ich freue mich sehr darauf, die äußerst erfolgreiche Arbeit meines Vorgängers Manfred Schmidt fortzuführen und mit dem hoch professionellen MDM-Team daran zu arbeiten, dass die Film- und Medienwirtschaft in unserer Region auch in Zeiten tiefer Umbrüche wächst und hervorragende Filme für ein breites Publikum realisiert”, so Danielsen.

Anna Schmidt vom Mitteldeutschen Film- und Fernsehproduzentenverband mit einem Appell an den neuen Chef der MDM:

Also wir wünschen uns, dass vielleicht doch ein bisschen mehr Geld in die hiesige Produzentenlandschaft gesteckt wird, so dass in Mitteldeutschland eine starke Filmlandschaft entstehen kann, mit Produzenten, die hier vor Ort arbeiten, ihre Ideen einbringen und wirken.

Dieser Wunsch stößt bei Claas Danielsen durchaus auf offene Ohren. Er möchte die hiesigen Produktionsfirmen allerdings vor allem mit mehr Aus- und Weiterbildungsangeboten unterstützen. Denn derzeit spielten viele heimische Firmen in einer ganz anderen Liga was Größe und Budgets angehe, als die führenden Unternehmen in Berlin, München oder Köln.

Die weitere Professionalisierung der Menschen, die hier in den Medien arbeiten, das ist ganz wichtig. Weil es nen Riesenunterschied macht, ob ich von der MDM und vom MDR Geld bekomme, oder ob ich eine internationale Koproduktion mache. Da muss man sehr komplexe Verträge schließen, da muss man auf gleicher Augenhöhe agieren können, und einen ähnlichen professionellen Hintergrund haben. Da gibt es schon einige tolle Beispiele von Firmen, die da auf einem guten Weg sind. Und davon wünsche ich mir einfach mehr.

Mehr Informationen und Beiträge über Manfred Schmidt und Claas Danielsen finden sich unter anderem auf der Seite des mdr Kultur Spezial unter:

http://www.mdr.de/kultur/themen/spezial-filmlandschaft-mitteldeutschland-100.html

 

nicola jones 2016

nicola jones 2016

Nicola Jones ist seit 24. Oktober 2016 neue Geschäftsführerin der Deutschen Kindermedienstiftung Goldener Spatz und die künstlerische Leiterin des gleichnamigen Festivals in Gera und Erfurt. Nach ihrem Studium der Kommunikations- und Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik an der Universität Leipzig begann Nicola Jones ihre berufliche Laufbahn als Consultant im Bereich Filmförderung bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC. 2004 wechselte sie zur Filmförderungsanstalt (FFA), zunächst als Förderreferentin im Bereich Produktionsförderung und später als Referentin des Vorstandes und Ansprechpartnerin für internationale Filmbeziehungen.

Bei der Produktion von Filmen und TV-Programmen für Kinder gibt es in Mitteldeutschland ein großes Knowhow. Das möchte die sächsische Staatskanzlei gern exportieren – in die Vereinigten Arabischen Emirate. Mit dabei: Grit Wißkirchen (Balance Film) vom MFFV.

Was läuft denn im arabischen Kinderfernsehen – die Sendung mit der Wüstenmaus?
Das ist eine sehr schöne Idee, die sicher eine große Fangemeinde finden könnte. Doch momentan werden in Ermangelung eigener Produktionen Kindershows und Animationsfilmprogramme aus dem Ausland, vorwiegend aus dem amerikanischen und asiatischen Raum, ausgestrahlt. Eine eigene Produktionslandschaft für Kinderfernsehformate ist noch im Aufbau.

Interessieren sich die Scheichs für unsere Stoffe, wollen sie unser Knowhow abgreifen oder nur ein paar Millionen gewinnbringend investieren?
Die Emirati sind stolz auf ihre Traditionen. Gleichzeitig wollen sie in die Bildung ihrer Kinder investieren und sich stärker mit anderen Kulturen austauschen. Dafür werden Partner in allen Wirtschafts- und Technologiebereichen gesucht. Deutschland hat da einen guten Ruf. Erste Kontakte zwischen deutschen und emiratischen Filmfestivals gibt es bereits. Vor allem die deutschen Kinder- und Animationsfilmproduktionen werden sehr geschätzt. Das »Sandmännchen« ist sehr populär. (mehr …)

Seit 2009 gewährt der US-Bundesstaat Kalifornien Film- und Fernsehproduzenten jedes Jahr Steuergutschriften von insgesamt 100 Millionen Dollar. So soll verhindert werden, dass Produktionen aus Kalifornien abgezogen werden. Das Geld wird übrigens unter den Bewerbern ausgelost! Ob Schicksal oder göttliche Fügung – das Glück kann jeder Produktion zuteil werden, ob Major oder Independent Film. Oder eben auch nicht. Das Programm ist ein Riesenerfolg: Seit 2009 wurden so Produktionen mit einem Volumen von 4 Milliarden Dollar und 20.000 Jobs gesichert, so eine aktuelle Studie. Die Steuereinnahmen dadurch betrugen 200 Millionen Dollar. Jetzt soll das Programm bis 2019 verlängert werden.

Irgendwie schlau, oder?