Erstmals wurden von Karola Wille als Vorsitzender der ARD die fälligen 3,2 Millionen Euro für die erfolgreichsten 70 Produktionen des Jahres ausgeschüttet.

Darunter sind auch einige Produktionen aus Mitteldeutschland unter anderem „Schloss Einstein“, „In aller Freundschaft“ (Saxonia Media Filmproduktion) und „Die Weite suchen“ (Balance Film GmbH/MDR).

Anfang 2016 wurde die Selbstverpflichtungserklärung „Eckpunkte 2.0“ nach langen Verhandlungen zwischen ARD und der Produzentenallianz beschlossen. Das gesamte Fördervolumen beträgt 12,8 Millionen Euro, das von 2017 bis 2020 mit 3,2 Millionen pro Jahr auf die erfolgreichsten Produktionen verteilt wird.

Das neue „Leistungsmodell“ soll deutsche Produzenten ermutigen, innovative und wettbewerbsfähige Produktionen herzustellen.

Näheres sowie die Liste aller ausgezeichneten Produktionen unter http://www.dwdl.de/nachrichten/59919/ard_schuettet_32_mio_euro_an_produzenten_aus/

© NDR/Axel Berger

© NDR/Axel Berger

Katja Wildermuth ist ab 1. Dezember neue Leiterin des NDR Programmbereichs Kultur und Dokumentation. Die Journalistin folgt Patricia Schlesinger nach, die zur Intendantin des RBB gewählt wurde. Der NDR Verwaltungsrat hat am Freitag, 21. Oktober in Hamburg dem Vorschlag von Intendant Lutz Marmor zur Berufung Wildermuths zugestimmt.

NDR Intendant Lutz Marmor: „Katja Wildermuth ist eine ausgezeichnete Programmmanagerin und Fernsehjournalistin. Willkommen im Norddeutschen Rundfunk.“

Katja Wildermuth (51) wurde in Berlin geboren. In München studierte sie Deutsch, Geschichte und Sozialkunde. Nach dem Staatsexamen war sie ab 1990 zunächst Dozentin am Institut für Alte Geschichte der Ludwig-Maximilians-Universität, wo sie auch promovierte. Ab 1994 war sie als feste freie Autorin beim MDR tätig, darunter für das Politikmagazin „Fakt“ und die tägliche Magazinsendung „Brisant“ im Ersten. 2001 stellte der MDR Katja Wildermuth als Redakteurin im Zeitgeschehen ein. Seit 2004 leitet sie in Leipzig die Redaktion Geschichte und Dokumentarfilm und ist stellvertretende Programmbereichsleiterin Geschichte, Gesellschaft und Natur des MDR.

21. Oktober 2016

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Am 17. November 2016 um 15:00 Uhr findet in Erfurt der 1. Produzententag des Kinderkanals von ARD und ZDF statt.  KiKA möchte damit allen Produzenten von Kinderangeboten die Gelegenheit bieten, sich ausführlich und direkt über die KiKA-Struktur, grundsätzliche Programmstrategien und geplante Vorhaben 2017 zu informieren.

Patricia Vasapollo (Leiterin FS Bildung, Familie & Service Hessischer Rundfunk), Barbara Biermann (Leiterin ZDF-Hauptredaktion Kinder und Jugend) und Michael Stumpf (Programmgeschäftsführer Der Kinderkanal von ARD und ZDF) stehen Ihnen als Gesprächspartner zur Verfügung. Ein Get-Together im Anschluss an den 1. KiKA-Produzententag gibt die Möglichkeit zu einem vertiefenden Austausch.

Bitte akkreditieren Sie sich ab 4. Oktober bis einschließlich 3. November 2016 mit vollständiger Anschrift unter produzententag@kika.de. Bitte haben Sie Verständnis, dass der KIKA aus Kapazitätsgründen jeweils nur eine Vertreterin beziehungsweise einen Vertreter einer Produktionsgesellschaft berücksichtigen kann. Die Registrierung erfolgt zudem entsprechend des zeitlichen Eingangs Ihrer Anmeldung. Die Teilnehmer, die sich verbindlich angemeldet haben, erhalten eine Bestätigungs-E-Mail.

Was wurde da eigentlich erzählt auf dem MDR-Freientag? Hier die Top 5 der besten Aussagen auf dem Podium.

„Wir, der öffentlich-rechtliche Rundfunk, sind die Besten. Wir müssen viel mutiger und qualitätsorientierter sein.“
Christoph Lütgert, NDR-Reporter

„Es gibt keine Redaktion mit einer konkreten Quotenvorgabe.“
Wolf-Dieter Jacobi, Fernsehdirektor

„Relevanz und Akzeptanz. Das heisst, Menschen erreichen, wahrgenommen werden in der Gesellschaft. Das ist unser Auftrag.“
Karola Wille, Intendantin

„Das Radio der Zukunft braucht intelligent Gemachtes, Sperriges.“
Karola Wille, Intendantin

„Programmbedingte Abwechslungsbedürftigkeit. Das ist Zynismus. Sicherheit ist der Kreativitätsfaktor!“
Christoph Lütgert, NDR-Reporter

 

Der Aufstand der freien Mitarbeiter beim LFH Thüringen bekommt Konturen. Die Mitarbeiter haben eine Liste ihrer Forderungen veröffentlicht.

MDR-Landesfunkhaus Erfurt
LFH Thüringen · Foto: MDR/Martin Jehnichen

MDR-Landesfunkhaus Erfurt LFH Thüringen · Foto: MDR/Martin Jehnichen

Liebe Kollegen,

die Freien in Thüringen haben Ihre Forderungen gestellt. Wir veröffentlichen den Offenen Brief hier. Die unabhängigen Produzenten und Dienstleister in Thüringen werden mit den Freien sprechen, um Lösungen zu finden. Wir möchten dazu beitragen, diese vertrackte Situation zu entschärfen.

 

Offener Brief mit Forderungskatalog an die MDR-Verantwortlichen für das Landesfunkhaus Thüringen

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit Jahren verschlechtert sich die Situation der freien und selbstständigen TV-Schaffenden in Deutschland dramatisch. In Thüringen hat diese Entwicklung inzwischen Ausmaße angenommen, die ab sofort nicht mehr hingenommen werden können. (mehr …)

Nach dem Streik beim MDR in Leipzig kämpfen auch in Thüringen freie Mitarbeiter um bessere Konditionen

Nach einer Stunde gibt die Disponentin einer Erfurter Fernseh-Produktionsfirma auf: Für den geplanten Dreh finden sich weder ein Kameramann noch ein Tonassistent. Sie sagt die Team-Anfrage des MDR-Landesfunkhauses endgültig ab. So wie ihr ergeht es seit Montag allen Produktionsfirmen im Land: Eine Arbeitsverweigerungswelle der freien Mitarbeiter lähmt den Fernsehbetrieb in Thüringen deutlich.

Im Netz haben sich über 40 Freiberufler zusammengeschlossen. Per Whatsapp koordinieren sie ihren Arbeitskampf. „Wir sind dann mal weg“, nennen sie ihre Gruppe scherzhaft. Es sei ein erster Test, eine Fernsehrevolte mit der Power des Internets. Später könne sie sich auf ganz Mitteldeutschland ausbreiten, nicht jetzt aber vielleicht irgendwann mal – berichten sie fast euphorisch. Es gebe auch Skeptiker in der Gruppe, doch (mehr …)

Die Jugendoffensive beim WDR ist aus Quotensicht gerade gefloppt. Lässt sich ein Drittes Programm im Internetzeitalter überhaupt wieder verjüngen? Vorschläge von Dirk Panter, Mitglied des MDR-Rundfunkrats und SPD-Fraktionsvorsitzender im Sächsischen Landtag.

SPD-Medienpolitiker Dirk Panter aus Leipzig

SPD-Medienpolitiker Dirk Panter aus Leipzig

Herr Panter, Sie sind 41. Ist das MDR-Fernsehen für Sie zu alt?
Die Zielgruppe des MDR ist vorrangig in der zweiten Lebenshälfte und von denen wird der MDR vor allem gehört und gesehen. Dies spiegelt sich natürlich im Programm wider. Das Angebot richtet sich sehr an der Nachfrage aus und ist somit abhängig von der Quote. Diesen Umstand würde ich gerne verändern. Hier wünsche ich mehr Innovation und weniger Quotenfokussierung.

Im Westen wird über den ostdeutschen Rentnersender gelästert. Was fies ist und sicher nicht stimmt. Aber Schunkelsendungen gibt es nach wie vor…
Wenn das wirklich die vorherrschende Meinung wäre, würde mir das Sorgen machen. Fakt ist: Der Altersdurchschnitt der MDR-Zuschauer liegt um die 60 Jahre. Bestimmte Formate, die Sie als Schunkelsendungen bezeichnen, erfreuen sich großer Beliebtheit. Das muss mir nicht gefallen, aber ich muss es zur Kenntnis nehmen. Diese Stammzuschauer (mehr …)

Seit drei Jahren nimmt die Auftragslage der technischen Dienstleister groteske Züge an. Manche haben bis zu 90% weniger Umsätze. Mit der Qualität hat das nichts zu tun – eher mit neuen internen Regeln des Hauptauftraggebers. Heute haben sich die Dienstleister im Landesfunkhaus Thüringen mit dem Produktionsmanagement und der Betriebsdirektion getroffen.

Es sollte kein Treffen der moralischen Mahnungen werden, kein Jammern, kein Stöhnen. Die Chefs der thüringischen Dienstleister wollten Stärke zeigen, ein klares Ergebnis erzielen. Ihre Forderung: Weg mit der billig first-Politik des Senders, hin zur fairen Auftragsvergabe mit gerechten Honoraren. So einfach war es eben doch nicht. Es muss etwas geschehen, da herrscht im Konferenzraum des Direktors Einigkeit. Aber wie kann man den Preisverfall stoppen? Wie kann man für Auftragsgerechtigkeit sorgen, für ein Fair-Play? Doch Antworten auf diese Fragen gibt es nicht so schnell an einem Freitag Nachmittag denn die Antworten stehen nun mal nicht in dem Papier, dass alle so hilflos macht: die Herstellungsordnung. Das Regelwerk ist Schuld, da sind sich auch alle einig. Kreativität, schöpferische Leistung, Produktionsvielfalt, regionale Strukturen, historische Entwicklungen, Arbeitsplätze und Qualität haben keinen Platz in Regelwerken. Und so sind die Dienstleister mit hängenden Köpfen wieder abgezogen. Sie schleichen nach Hause – mit der vagen Hoffnung auf Besserung.

Der Druck auf die neue AG-Dienstleistung in der MDR-Zentrale wird jetzt noch größer. Die Arbeitsgruppe von IGFF und MFFV spricht mit dem MDR über alternative Beauftragungsmodelle. Mindesthonorare, Mindestpreise und klare Quoten gehören auch zu ihren Wünschen. Am 3. Juli geht die Arbeitsgruppe in die zweite Runde. Ausgang unklar.

Vor einem Jahr hat der Kameramann Christian Beer einen offenen Brief an den MDR geschrieben und ihm „Drückermethoden“ und „Erbsenzählerei“ vorgeworfen. Hier berichtet er, was danach geschah.

Kameramann Christian Beer aus Thüringen.    Foto: privat

Kameramann Christian Beer aus Thüringen. Foto: privat

Der Brief ist voller Vorwürfe. War das nicht ein bisschen zu mutig, einen wichtigen Auftraggeber so anzupissen?
Mit Mut hatte das nichts zu tun. Das war einfach nur Frust. Wenn Du ständig Probleme bekommst und merkst, das Geld reicht nicht und Du wirst nur verarscht, dann muss das auch mal raus. Es war aber kein Schnellschuss. Ich habe lange an jeder Formulierung gefeilt und zwei Wochen an dem Brief gesessen, bevor ich ihn veröffentlicht habe.

Der Brief wurde bei Facebook heiß diskutiert und geteilt. Wer hat ihn sonst noch bekommen?
Die Intendantin und der Landesfunkhausdirektor beim MDR. Ausserdem DJV und FairTV, die damalige Ministerpräsidentin und die Bundeskanzlerin. Es geht ja nicht nur um den MDR, sondern um den Produktionsstandort, die Lebensumstände von Menschen und die BfA. Da ist auch die Politik gefragt.  (mehr …)

Freie im Gespräch mit der MDR-Spitze

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Offene und kritische Worte von den Freien an die Intendantin des MDR. Viele freie Mitarbeiter fürchten um Aufträge, soziale Sicherheit, kritsieren sinkende bzw. seit 13 Jahren stagnierende Honorare und bemängeln eine schlechte Behandlung durch Vorgesetzte. 16 Fragen hat Carola Wille aufgenommen. 16 offene Punkte, Ausgang unklar. Alles in allem eine sinnvolle Veranstaltung des MDR-Freiensprecherrates.