Erklärung der für den Deutschen Dokumentarfilmpreis 2017 nominierten Regisseurinnen und Regisseure anlässlich der Preisverleihung am 30.06.2017 SWR-Dokumentarfilmfestival in Stuttgart

Wir nominierten Regisseurinnen und Regisseure für den Deutschen Dokumentarfilmpreis 2017 fühlen uns geehrt, an diesem Festival mit unseren Filmen aufzutreten. Wir möchten die Gelegenheit nutzen, mit dieser Note gemeinsam das Wort an Sie zu richten.

Dieses Festival ist neu. Und wir freuen uns darüber, weil es zur Anerkennung unserer Filme beiträgt. Der Dokumentarfilm erlebt in den letzten Jahren einen außerordentlichen Boom. Festivals schießen wie Pilze aus dem Boden und Jahr um Jahr werden neue Besucherrekorde erreicht. Noch nie gab es eine so enorme Vielfalt an innovativen Erzählformen im Dokumentarfilm.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters sagte kürzlich in einer Ansprache zur wachsenden Bedeutung des Dokumentarfilms: „Mit gründlicher Recherche, narrativem Fingerspitzengefühl und atmosphärischen Bilderwelten“ gelinge es diesem besonderen Genre der Filmkunst „dem alltäglich vorbeirauschenden Strom vielfach verstörender Informationen und Bilder ein Stück Wahrheit und Erkenntnis abzutrotzen.“

Allerdings steht die gesellschaftliche Bedeutung des Dokumentarfilms im Widerspruch zum Status, den diese Filme im Programm des öffentlich-rechtlichen Fernsehens haben – und zu unserem rauen Alltag.

Wie ist es möglich, dass dieses hochgelobte Genre im Programm der ARD kaum stattfindet? Die ARD, um nur ein Beispiel zu nennen, zeigt regulär ganze rund ein Dutzend Dokumentarfilme im Jahr. Und auch in Dritten Programmen erleben preisgekrönte Filme, internationale Festivalerfolge ihre TV-Premiere um Mitternacht. Auch die ARD-Vorsitzende und MDR-Intendantin Karola Wille betont immer wieder, wie wichtig „der genaue Blick“ ist.

Dieser genaue Blick, die intensive Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit führt nur dann zu hochwertiger Qualität, wenn entsprechend Zeit von ihren Machern investiert wird. Und wenn es für diesen Zeitaufwand eine entsprechende – faire – Honorierung gibt. Wir haben die Autoren und Regisseure der hier versammelten Filme gebeten, uns entsprechende Daten über ihren investierten Zeitaufwand zukommen zu lassen – und diesen ins Verhältnis zu ihrem Honorar zu setzen.

Das Ergebnis:

An den hier nominierten Filmen wurde von den AutorInnen und RegisseurInnen im Durchschnitt 426 Tage gearbeitet! Einschließlich Recherche, Dreharbeiten, Schnitt, Mischung etc. Die Entlohnung betrug dabei durchschnittlich pro Tag etwa 120,- Euro. Das heißt, bei einem angesetzten 10- Stundentag, einem Honorar etwas über dem Mindestlohn. Und das betrifft nicht irgendwelche Filme, sondern die besten 12 der letzten beiden Jahre.

Dieser Zustand ist nicht länger hinnehmbar.

Was wollen wir von den Sendern? Eine Umsetzung der Anerkennung des Genres auch durch höhere Budgets. Ohne dass es dann weniger Sendeplätze gibt. Sondern mehr. Das muss gewollt sein. Es geht um Umverteilung zugunsten des Genres. Nur dann wird sich etwas ändern: Das Ende der Dumping-Honorare. Und sicher werden bei fairen Produktionsbedingungen die Filme nicht schlechter…

Wir brauchen Ihrer aller Unterstützung. Es ist an der Zeit, sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen, zusammen mit den Intendanten und Programmverantwortlichen. Qualität hat ihren Preis.

Die Nominierten (in alphabetischer Reihenfolge)

David Bernet
Stefan Eberlein
Manuel Fenn
Lutz Gregor
Annett Ilijew
Valentin Kemmner
Irene Langemann
Katrin Nemec
Erol Papic
Heidi Specogna
Andres Veiel
Marcus Vetter

Auch im Juli, im beginnenden Sommerloch, sind diverse Produktionen unserer Mitglieder im TV zu sehen…

17.7.2017 19:50 – MDR-Fernsehen
„Fang mich, wenn Du kannst!“
In der ersten Folge der 5-teiligen Dokusoap über mitteldeutsche Angler lässt Fischereiaufseherin Ilona nichts unversucht, um Fische vor Kormoranen zu schützen.
Produziert von Savidas Filmproduktion.

23.7.2017 22:30 Uhr – Tagesschau24
Exakt – die Story: „Mitteldeutschland bewaffnet sich“.
Eine Reportage von Studio Klarheit zum Thema Mitteldeutschland bewaffnet sich – begründete Angst oder Panikmache?

Exakt_SK_MDWaffen

MDR und MFFV führen eine gemeinsame Clearingstelle ein. Damit soll die Kommunikation zwischen dem Sender und den produktionstechnischen Dienstleistern sowie den Auftragsproduzenten verbessert werden.

Die Clearingstelle ist eine zentrale Anlaufstelle zur Klärung von Problemen und grundsätzlichen Fragen, die sich aus den Vertragsbeziehung der Parteien ergeben können. Produktionsdienstleister sowie Auftragsproduzenten des Mitteldeutschen Rundfunks können die neue Stelle nutzen. Auch feste und freie Mitarbeiter der Produktionsfirmen haben jederzeit die Chance sich an die Clearingstelle zu wenden. Dafür sind die E-Mail Adressen clearingstelle@mffv.de und clearingstelle@mdr.de eingerichtet worden.

In dem Gremium sitzen jeweils zwei Vertreter des MFFV und des MDR. Holm Taddiken (Cine Impuls) und Thomas Niemann (Centauri Film) vertreten den MFFV für Produktionsdienstleister und Christoph Kukula (42film) und Anna Schmidt (SchmidtFilm) sind Ansprechpartner für die Auftragsproduzenten. Der MDR wird von Robert Nagel und Jana Koark (Zentrales Produktionsmanagement) und Holger Kouschil (Programmdirektion) vertreten.

Eingereichte Fälle werden zeitnah bearbeitet. Dabei wird nicht in laufenden Verhandlungen oder Produktionen eingegriffen. Die Clearingstelle bemüht sich eine Lösung zu finden und wird nach eingehender Beratung eine entsprechende Empfehlung aussprechen.

Über ein Jahr hatten sich Vertreter von MDR, IGFF und MFFV über die Situation der technischen Dienstleister und Auftragsproduzenten in Mitteldeutschland ausgetauscht. Neben einem Gütesiegel für Dienstleister, detaillierteren Kalkulationsrastern in Rahmenverträgen, einer Honorar-Aufgreifschwelle und Acht-Stunden-Schichten, für den Bereich Aufnahme (zum Beispiel bei EB Teams), wurde auch die Einführung der Clearingstelle vereinbart.

Die Clearingstelle hat ihre Arbeit bereits aufgenommen. Nach einem Jahr soll ihr Nutzen und Wirken evaluiert werden.

Am 21.6.2017 um 19 Uhr in den Passage Kinos die Premiere von ÜberLeben ein Film von Anna Schmidt, schmidtFilm. „Wenn Du deine Vergangenheit nicht kennst, hast Du keine Gegenwart“. Der Film wagt gemeinsam mit Holocaust-Überlebenden sowie deren Kindern und Enkelkindern den Versuch, die Leerstellen der Erinnerung zu füllen, die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit für die Gegenwart und die Zukunft zu führen.

Bei den Filmfestspielen von Cannes in der Sektion „Un Certain Regard“ präsentierte digital images, als Co-Produzent und Posthouse den neuen Film Directions von Stephan Komandarev, 2017, 103min. Im Film zeichnen die wahren Zeugen der Wirklichkeit ein Drama über die heutigen Missstände Bulgariens. Produziert wurde der Film von Argo Films, Arktis Film Production, Sektor Film, digital images und Contrast Films.

Ueberleben

Erstmals wurden von Karola Wille als Vorsitzender der ARD die fälligen 3,2 Millionen Euro für die erfolgreichsten 70 Produktionen des Jahres ausgeschüttet.

Darunter sind auch einige Produktionen aus Mitteldeutschland unter anderem „Schloss Einstein“, „In aller Freundschaft“ (Saxonia Media Filmproduktion) und „Die Weite suchen“ (Balance Film GmbH/MDR).

Anfang 2016 wurde die Selbstverpflichtungserklärung „Eckpunkte 2.0“ nach langen Verhandlungen zwischen ARD und der Produzentenallianz beschlossen. Das gesamte Fördervolumen beträgt 12,8 Millionen Euro, das von 2017 bis 2020 mit 3,2 Millionen pro Jahr auf die erfolgreichsten Produktionen verteilt wird.

Das neue „Leistungsmodell“ soll deutsche Produzenten ermutigen, innovative und wettbewerbsfähige Produktionen herzustellen.

Näheres sowie die Liste aller ausgezeichneten Produktionen unter http://www.dwdl.de/nachrichten/59919/ard_schuettet_32_mio_euro_an_produzenten_aus/

„Es sind beeindruckende Zahlen und Schlussfolgerungen, die das Bundeswirtschaftministeriumvorgelegt hat“, erklärt Alexander Thies, Vorsitzender der Produzentenallianz.

24,5 Milliarden Euro Produktionswert und 161.000 Beschäftigte in 2014, das könne sich sehen lassen. Die Studie untersucht die Bruttowertschöpfung der Branche, Effekte auf die Beschäftigung sowie auch die volkswirtschaftlichen Effekte der Filmförderung.

„Ich hoffe, dass das Engagement des BMWi in dieser Sache dazu beitragen wird, dass unsere Branche als das wahrgenommen wird, das sie ist: einerseits der zentrale Erzeuger von Kultur in unserem Land, andererseits aber eben auch Zukunftsindustrie, Schrittmacher der Digitalisierung und Job-Maschine.“ Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries betonte gegenüber der Presse: „Die Filmwirtschaft ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Deutschland.“

Die vollständige Pressemeldung der Produzenten Allianz ist unter http://www.produzentenallianz.de/pressemitteilungen/pressemitteilungen/inhalte-pressemitteilungen/bmwi-studie-wirtschaftliche-bedeutung-der-filmindustrie-in-deutschland.html

Die Studie „Wirtschaftliche Bedeutung der Filmindustrie in Deutschland“ zum Download auf den Seiten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie:
http://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Studien/bedeutung-filmindustrie.html

Presseerklärung Produzentenallianz

Produzenten und Urheber müssen an VoD-Auswertung
finanziell nachhaltig partizipieren können
Berlin, 4. November 2016 – Mit der Veröffentlichung des von Prof. Dr. Dörr, Prof. Dr. Holznagel
und Prof. Dr. Picot verfassten Gutachtens „Legitimation und Auftrag des öffentlich-rechtlichen
Fernsehens in Zeiten der Cloud“ wirbt das ZDF für eine umfangreiche Ausweitung des Angebots
des öffentlich-rechtlichen Rundfunk auf allen sozialen Plattformen und On-Demand-Angeboten.
Angesprochen werden die europarechtlichen Voraussetzungen und die verfassungsrechtliche
Legitimation im Hinblick auf die Sicherung der Meinungsvielfalt auch in neuen Verbreitungswegen.
Nicht erwähnt – und das ist der Kardinalfehler dieses Gutachtens – sind die Finanzierungsfragen
der deutlichen Ausweitung der Rechtenutzung.
„Natürlich freuen wir uns, wenn unsere Inhalte immer attraktiver werden und die Sender sie viel
weiter verbreiten wollen, als sie es derzeit tun. Wenn man aber über ‚Legitimation und Auftrag
des öffentlich-rechtlichen Fernsehens in Zeiten der Cloud‘ nachdenkt, darf man die ökonomischen
Gegebenheiten des Marktes nicht ignorieren“, erklärt der Vorsitzende der Produzentenallianz,
Alexander Thies. „Die Auswertungsrechte für die bestehenden Mediathekenangebote und erst
recht für mögliche Erweiterungen müssten angemessen vergütet werden. Ansonsten würde eine
Wertschöpfung der Urheber und Produzenten verhindert. Aber dieser Posten fehlt bislang in der
Kalkulation der Sender, und es ist fraglich, ob er die angemessene Höhe haben wird. Daher lehnen
wir die fortgesetzte Entwertung von Produzentenrechten entschieden ab und fordern stattdessen
den Ausbau von kommerziellen VoD-Angeboten. Abgesehen davon, dass diese Lösung auch
den Sendern zusätzliche Einnahmen verschaffen würde, könnte so auch eine angemessene Vergütung
von Urhebern und Produzenten für die non-lineare Nutzung ihrer Werke sichergestellt
werden.“
„Die Zukunft darf nicht ohne Produzenten und Urheber gestaltet werden. Sie müssen an VoD
finanziell nachhaltig partizipieren können“, so Alexander Thies weiter. „Wenn der Gesetzgeber die
Aufgaben des Rundfunks erweitern und ihm ‚in Zeiten der Cloud‘ umfassende Möglichkeiten der
Nutzung auf sämtlichen Verbreitungswegen im Netz gestatten soll, muss auch die Bezahlung
derer, die die Inhalte schaffen, sichergestellt werden.“
Die Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen ist die maßgebliche Interessenvertretung
der deutschen Produzenten von Film-, Fernseh- und anderen audiovisuellen Werken. Sie vereint ca.
240 Produktionsunternehmen aus den Bereichen Animation, Dokumentation, Kinofilm, TVEntertainment,
TV-Fiktion und Werbung.
www.produzentenallianz.de
www.facebook.com/produzentenallianz

Claas Danielsen ist ab 1. Dezember 2016 neuer Geschäftsführer der MDM. Von 2004 bis 2014 war er Geschäftsführer und künstlerischer Leiter des Internationalen Leipziger Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm und seither als Berater diverser Institutionen, als Lehrbeauftragter und als Mitglied im Vergabeausschuss der MDM tätig.

„Ich freue mich sehr darauf, die äußerst erfolgreiche Arbeit meines Vorgängers Manfred Schmidt fortzuführen und mit dem hoch professionellen MDM-Team daran zu arbeiten, dass die Film- und Medienwirtschaft in unserer Region auch in Zeiten tiefer Umbrüche wächst und hervorragende Filme für ein breites Publikum realisiert”, so Danielsen.

Anna Schmidt vom Mitteldeutschen Film- und Fernsehproduzentenverband mit einem Appell an den neuen Chef der MDM:

Also wir wünschen uns, dass vielleicht doch ein bisschen mehr Geld in die hiesige Produzentenlandschaft gesteckt wird, so dass in Mitteldeutschland eine starke Filmlandschaft entstehen kann, mit Produzenten, die hier vor Ort arbeiten, ihre Ideen einbringen und wirken.

Dieser Wunsch stößt bei Claas Danielsen durchaus auf offene Ohren. Er möchte die hiesigen Produktionsfirmen allerdings vor allem mit mehr Aus- und Weiterbildungsangeboten unterstützen. Denn derzeit spielten viele heimische Firmen in einer ganz anderen Liga was Größe und Budgets angehe, als die führenden Unternehmen in Berlin, München oder Köln.

Die weitere Professionalisierung der Menschen, die hier in den Medien arbeiten, das ist ganz wichtig. Weil es nen Riesenunterschied macht, ob ich von der MDM und vom MDR Geld bekomme, oder ob ich eine internationale Koproduktion mache. Da muss man sehr komplexe Verträge schließen, da muss man auf gleicher Augenhöhe agieren können, und einen ähnlichen professionellen Hintergrund haben. Da gibt es schon einige tolle Beispiele von Firmen, die da auf einem guten Weg sind. Und davon wünsche ich mir einfach mehr.

Mehr Informationen und Beiträge über Manfred Schmidt und Claas Danielsen finden sich unter anderem auf der Seite des mdr Kultur Spezial unter:

http://www.mdr.de/kultur/themen/spezial-filmlandschaft-mitteldeutschland-100.html

 

Grit Wißkirchen ist seit 6.12.2016 Vizepräsidentin der SLM

Grit Wißkirchen ist seit 6.12.2016 Vizepräsidentin der SLM

Der Sächsische Landtag hat am Mittwoch dem 9.11.2016 die Mitglieder des 5. Medienrats der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien für die nächsten 6 Jahre gewählt. Die künftigen Mitglieder des Gremiums sind Michael Sagurna (94 Stimmen im 2. Wahlgang), Prof. Dr. Rüdiger Steinmetz (111 Stimmen), Grit Wißkirchen (114 Stimmen), Markus Heinker (88 Stimmen) sowie Eva Brackelmann (87 Stimmen im 2. Wahlgang).

Die neuen Mitglieder

Grit Wißkirchen ist Geschäftsführerin der Balance Film GmbH in Dresden. Sie war außerdem 8 Jahre Vorsitzende des Deutschen Institutes für Animationsfilm (DIAF), Mitglied im Vorstand des Mitteldeutschen Produzentenverbandes (MFFV) und Mitglied des Aufsichtsrates der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM). Mit ihr zieht eine starke und engagierte Vertreterin der sächsischen Filmbranche in das Gremium.

Prof. Markus Heinker ist „langjähriger Manager und Kreativer verschiedener Medien-Unternehmen, Hochschullehrer und Rechtsanwalt mit Schwerpunkt im Medien- und Wirtschaftsrecht“. Er wurde von der IHK Leipzig vorgeschlagen und bringt reichlich Medienerfahrung mit, u.a. als Programmdirektor von Radio Energy und Mitarbeiter beim MDR. Heinker war auch als Sachverständiger bei der Anhörung zur Änderung des Privatrundfunkgesetzes geladen.

Eva Brackelmann ist Journalistin und Geschäftsführerin der Evangelischen Aktionsgemeinschaft für Familienfragen Sachsen e.V., kurz eaf. Das ist ein Dachverband von familienbezogenen Einrichtungen, Werken und Verbänden der evangelischen Kirche. Sie ist außerdem Landesvorsitzende der SPD Frauen. Von 2001 bis 2007 war sie Geschäftsführerin Öffentlichkeitsarbeit/ Kampagnen beim SPD Landesverband Sachsen.

Ergebnis langwieriger Kompromissfindung

Der Medienrat besteht immer aus fünf Sachverständigen, die für sechs Jahre amtieren. Sie treffen alle relevanten Entscheidungen für die SLM. Rechtliche Grundlage ist das Sächsische Privatrundfunkgesetz (SächsPRG).

Jedes Mitglied des Gremiums benötigt bei der Wahl im Landtag eine 2/3-Mehrheit. Deswegen sind die Kandidaten im Vorfeld in einer langwierigen Kompromissfindung ausgehandelt worden – die Stimmenanzahl der Regierungskoalition aus CDU und SPD allein reicht nicht. Dementsprechend hat man sich die Grünen als Partner gesucht, die Prof. Steinmetz ins Rennen geschickt haben. Als reine SPD-Kandidatin ist Eva Brackelmann in dem Gremium, Sagurna ist als ehemaliger Regierungssprecher für die CDU mit im Boot. Wißkirchen und Heinker sind wohl gemeinsame Kandidaten der Regierungskoalition.

Mehr Informationen zur Wahl und dem Medienrat der SLM bei Flurfunk-Dresden

Der Deutsche Bundestag hat heute nach 2. und 3. Lesung den Entwurf für das neue Filmförderungsgesetz (FFG) beschlossen. Das Gesetz soll am 1. Januar 2017 in Kraft treten. Dazu gehört auch eine neue Liste der Referenzfestivals.

Staatsministerin Monika Grütters erklärte: „Der Deutsche Bundestag hat den Weg für ein ausgewogenes und gelungenes neues Filmförderungsgesetz geebnet. Es ermöglicht qualitative Spitzenförderung und stärkt einmal mehr die deutsche Filmwirtschaft. Der deutsche Film hat das verdient: Mit einem Besuchermarktanteil von 27,5 Prozent hat er 2015 das beste Ergebnis seit Erfassung der Besucherzahlen erzielt. Dass der deutsche Film auch international Strahlkraft besitzt, hat zuletzt Maren Ade mit ihrem Film ‚Toni Erdmann‘ gezeigt, der jetzt für einen Auslands-Oscar nominiert ist. Mit dem neuen Filmförderungsgesetz sorgen wir dafür, dass solche künstlerischen Ideen und wirtschaftlichen Wagnisse deutschen Filmemachern auch in Zukunft möglich sind.“

Der Entwurf des neu strukturierten FFG sieht unter anderem folgende Änderungen vor:

1.Die Förderung wird effizienter gestaltet: Die Fördermittel werden auf weniger, dafür aber erfolgversprechendere Filme konzentriert.

2.Der Frauenanteil in Gremien wird geschlechtergerecht erhöht.

3.Die Fördergremien der Filmförderungsanstalt (FFA) werden verschlankt, professionalisiert und erstmals geschlechtergerecht besetzt.

4. Als Spitzenförderung wird eine Drehbuchfortentwicklungsförderung eingeführt; die Mittel für den Drehbuchbereich werden entsprechend erhöht.

5. Die Verleih-, Vertriebs- und Videoförderung werden zusammengelegt.

6. Die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Gemeinschaftserlebnis Kinofilm wird verbessert.

7. Aufgabe der FFA ist es, darauf hinzuwirken, dass in der Filmwirtschaft eingesetztes Personal zu sozialverträglichen Bedingungen beschäftigt wird.

Das Filmförderungsgesetz regelt die Filmförderung durch die Filmförderungsanstalt. Die Förderung wird durch die Erhebung der Filmabgabe finanziert. Abgabepflichtig sind Verwerter von Kinofilmen. Hierzu gehören Kinos, Unternehmen der Videowirtschaft einschließlich der Anbieter von Videoabrufdiensten, Fernsehveranstalter und Vermarkter von Pay-TV-Programmen.

Informationen zur FFA und zum FFG unter www.ffa.de.