Pressemitteilung:

Produzenten und Urheber müssen an VoD-Auswertung finanziell nachhaltig partizipieren können

Mit der Veröffentlichung des von Prof. Dr. Dörr, Prof. Dr. Holznagel und Prof. Dr. Picot verfassten Gutachtens „Legitimation und Auftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehens in Zeiten der Cloud“ wirbt das ZDF für eine umfangreiche Ausweitung des Angebots des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf allen sozialen Plattformen und On-Demand-Angeboten. Angesprochen werden die europarechtlichen Voraussetzungen und die verfassungsrechtliche Legitimation im Hinblick auf die Sicherung der Meinungsvielfalt auch in neuen Verbreitungswegen. Nicht erwähnt – und das ist der Kardinalfehler dieses Gutachtens – sind die Finanzierungsfragen der deutlichen Ausweitung der Rechtenutzung.

„Natürlich freuen wir uns, wenn unsere Inhalte immer attraktiver werden und die Sender sie viel weiter verbreiten wollen, als sie es derzeit tun. Wenn man aber über ‚Legitimation und Auftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehens in Zeiten der Cloud‘ nachdenkt, darf man die ökonomischen Gegebenheiten des Marktes nicht ignorieren“, erklärt der Vorsitzende der Produzentenallianz, Alexander Thies. „Die Auswertungsrechte für die bestehenden Mediathekenangebote und erst recht für mögliche Erweiterungen müssten angemessen vergütet werden. Ansonsten würde eine Wertschöpfung der Urheber und Produzenten verhindert. Aber dieser Posten fehlt bislang in der Kalkulation der Sender, und es ist fraglich, ob er die angemessene Höhe haben wird. Daher lehnen wir die fortgesetzte Entwertung von Produzentenrechten entschieden ab und fordern stattdessen den Ausbau von kommerziellen VoD-Angeboten. Abgesehen davon, dass diese Lösung auch den Sendern zusätzliche Einnahmen verschaffen würde, könnte so auch eine angemessene Vergütung von Urhebern und Produzenten für die non-lineare Nutzung ihrer Werke sichergestellt werden.“

„Die Zukunft darf nicht ohne Produzenten und Urheber gestaltet werden. Sie müssen an VoD finanziell nachhaltig partizipieren können“, so Alexander Thies weiter. „Wenn der Gesetzgeber die Aufgaben des Rundfunks erweitern und ihm ‚in Zeiten der Cloud‘ umfassende Möglichkeiten der Nutzung auf sämtlichen Verbreitungswegen im Netz gestatten soll, muss auch die Bezahlung derer, die die Inhalte schaffen, sichergestellt werden.“

nicola jones 2016

nicola jones 2016

Nicola Jones ist seit 24. Oktober 2016 neue Geschäftsführerin der Deutschen Kindermedienstiftung Goldener Spatz und die künstlerische Leiterin des gleichnamigen Festivals in Gera und Erfurt. Nach ihrem Studium der Kommunikations- und Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik an der Universität Leipzig begann Nicola Jones ihre berufliche Laufbahn als Consultant im Bereich Filmförderung bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC. 2004 wechselte sie zur Filmförderungsanstalt (FFA), zunächst als Förderreferentin im Bereich Produktionsförderung und später als Referentin des Vorstandes und Ansprechpartnerin für internationale Filmbeziehungen.

© NDR/Axel Berger

© NDR/Axel Berger

Katja Wildermuth ist ab 1. Dezember neue Leiterin des NDR Programmbereichs Kultur und Dokumentation. Die Journalistin folgt Patricia Schlesinger nach, die zur Intendantin des RBB gewählt wurde. Der NDR Verwaltungsrat hat am Freitag, 21. Oktober in Hamburg dem Vorschlag von Intendant Lutz Marmor zur Berufung Wildermuths zugestimmt.

NDR Intendant Lutz Marmor: „Katja Wildermuth ist eine ausgezeichnete Programmmanagerin und Fernsehjournalistin. Willkommen im Norddeutschen Rundfunk.“

Katja Wildermuth (51) wurde in Berlin geboren. In München studierte sie Deutsch, Geschichte und Sozialkunde. Nach dem Staatsexamen war sie ab 1990 zunächst Dozentin am Institut für Alte Geschichte der Ludwig-Maximilians-Universität, wo sie auch promovierte. Ab 1994 war sie als feste freie Autorin beim MDR tätig, darunter für das Politikmagazin „Fakt“ und die tägliche Magazinsendung „Brisant“ im Ersten. 2001 stellte der MDR Katja Wildermuth als Redakteurin im Zeitgeschehen ein. Seit 2004 leitet sie in Leipzig die Redaktion Geschichte und Dokumentarfilm und ist stellvertretende Programmbereichsleiterin Geschichte, Gesellschaft und Natur des MDR.

21. Oktober 2016

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Am 17. November 2016 um 15:00 Uhr findet in Erfurt der 1. Produzententag des Kinderkanals von ARD und ZDF statt.  KiKA möchte damit allen Produzenten von Kinderangeboten die Gelegenheit bieten, sich ausführlich und direkt über die KiKA-Struktur, grundsätzliche Programmstrategien und geplante Vorhaben 2017 zu informieren.

Patricia Vasapollo (Leiterin FS Bildung, Familie & Service Hessischer Rundfunk), Barbara Biermann (Leiterin ZDF-Hauptredaktion Kinder und Jugend) und Michael Stumpf (Programmgeschäftsführer Der Kinderkanal von ARD und ZDF) stehen Ihnen als Gesprächspartner zur Verfügung. Ein Get-Together im Anschluss an den 1. KiKA-Produzententag gibt die Möglichkeit zu einem vertiefenden Austausch.

Bitte akkreditieren Sie sich ab 4. Oktober bis einschließlich 3. November 2016 mit vollständiger Anschrift unter produzententag@kika.de. Bitte haben Sie Verständnis, dass der KIKA aus Kapazitätsgründen jeweils nur eine Vertreterin beziehungsweise einen Vertreter einer Produktionsgesellschaft berücksichtigen kann. Die Registrierung erfolgt zudem entsprechend des zeitlichen Eingangs Ihrer Anmeldung. Die Teilnehmer, die sich verbindlich angemeldet haben, erhalten eine Bestätigungs-E-Mail.

PRESSEMITTEILUNG, 2.Oktober 2015

Der Mitteldeutsche Film- und Fernsehproduzentenverband (MFFV) und die IG Freie Fernsehschaffende (IGFF) haben in gemeinsamen Gesprächen mit dem Mitteldeutschen Rundfunk erste Ergebnisse erzielt. In verschiedenen Runden sprechen Vertreter des Senders und der Verbände über Fragen der Honorierung und neue Modelle in der Auftragsvergabe.

Eines der Hauptthemen bei den seit Mai 2015 laufenden Gesprächen ist die Situation der freien Mitarbeiter, die bei Dienstleistern zum Einsatz kommen. Dabei geht es vorrangig um gerechte Honorare und sozial verträgliche Arbeitsbedingungen. Zukünftig soll stärker darauf geachtet werden, dass Dienstleister in der Lage sind, freien Mitarbeitern angemessene Honorare zu zahlen. Deshalb ist eine Arbeitsgruppe aus Vertretern von MDR, Produzenten und freien Mitarbeitern gegenwärtig dabei, die Kalkulationsschemen anzupassen, die Grundlage für Verträge zwischen den Dienstleistern und dem MDR sind. Außerdem setzen sich die Vertreter der Arbeitsgruppe für eine Sicherung der inhaltlichen Qualität ein. Dazu ist ein Gütesiegel im Gespräch für Firmen, die die hohen Standards einhalten, auf welche sich der MDR, die Produzenten- und die Freienvertreter einigen wollen. Dieses gemeinsam entwickelte Gütesiegel soll Voraussetzung für den Abschluss der künftigen Rahmenverträge sein.

Um die Zusammenarbeit zwischen Sender, Produzenten, Dienstleistern und freien Mitarbeitern weiter zu stärken, haben MFFV und MDR die Einrichtung einer Clearing-Stelle vereinbart. Hier sollen Probleme untereinander geklärt und Lösungen gemeinsam erarbeitet werden.

Für unabhängige Produktionsunternehmen, die mehrfach erfolgreich mit dem MDR Projekte realisiert haben, prüft der MDR den Verzicht auf Bürgschaften. MDR-Intendantin Karola Wille hat in den Gesprächen nochmals deutlich gemacht, dass Bürgschaftskosten, entsprechend der Eckpunkte mit der Produzentenallianz, auf Nachweis von Senderseite übernommen werden.

Die Gespräche haben gezeigt: Qualitativ hochwertiges Fernsehen kostet Geld, gut ausgebildetes, kreatives Personal ebenfalls. Das unterstrichen die Beteiligten nach den Gesprächen. Die Anforderungen an die Macher sind gestiegen. Ausspielwege, wie etwa Online, müssen zusätzlich bedient werden. Deshalb plädieren MFFV und IGFF nachdrücklich dafür, dass in der nächsten Beitragsperiode die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten mit realistischen Programmgeldern ausgestattet werden.

MFFV und IGFF setzen nach eigenem Bekunden weiterhin auf konstruktive und lösungsorientierte Gespräche mit dem MDR.

Da wollen wir Euch mal nicht vorenthalten, was wir heute drei Stunden hinter verschlossenen Türen mit dem MDR ausgehandelt haben. Ganz konkrete Ergebnisse können wir noch nicht präsentieren aber wir nähern uns wichtigen Reformen:

– Verbesserungen/Veränderungen von Rahmenverträgen
– Honoraranpassungen für alle Gewerke
– Leistungsbezogene Vergütungen
– Qualitätsbezogene Honorierung
– Kategorisierungen von Dienstleistungen
– Aufbau einer gemeinsamen Clearing-Stelle
– MDR-Dienstleistungsbericht

Details wirklich erst, wenn es so weit ist oder persönlich bei der Infoveranstaltung von IGFF und MFFV:
Dienstag, 7.7. im „Weißen Ross“, Auguste-Schmidt-Str. in Leipzig.

Der Online-Videodienst Youtube will künftig professionell produzierte Unterhaltungsformate anbieten. Fünf bis zehn Stunden pro Woche will der Google-Ableger pro Woche zeigen. Derzeit laufen Verhandlungen mit Rechteinhabern und Hollywood-Agenten. Vor allem an Sport- und Kunst-Inhalten hat Youtube Interesse. 100 Millionen Dollar will der Onlinevideodienst investieren. Die Zuschauer sollen (mehr …)