Erstmals wurden von Karola Wille als Vorsitzender der ARD die fälligen 3,2 Millionen Euro für die erfolgreichsten 70 Produktionen des Jahres ausgeschüttet.

Darunter sind auch einige Produktionen aus Mitteldeutschland unter anderem „Schloss Einstein“, „In aller Freundschaft“ (Saxonia Media Filmproduktion) und „Die Weite suchen“ (Balance Film GmbH/MDR).

Anfang 2016 wurde die Selbstverpflichtungserklärung „Eckpunkte 2.0“ nach langen Verhandlungen zwischen ARD und der Produzentenallianz beschlossen. Das gesamte Fördervolumen beträgt 12,8 Millionen Euro, das von 2017 bis 2020 mit 3,2 Millionen pro Jahr auf die erfolgreichsten Produktionen verteilt wird.

Das neue „Leistungsmodell“ soll deutsche Produzenten ermutigen, innovative und wettbewerbsfähige Produktionen herzustellen.

Näheres sowie die Liste aller ausgezeichneten Produktionen unter http://www.dwdl.de/nachrichten/59919/ard_schuettet_32_mio_euro_an_produzenten_aus/

Grit Wißkirchen ist seit 6.12.2016 Vizepräsidentin der SLM

Grit Wißkirchen ist seit 6.12.2016 Vizepräsidentin der SLM

Der Sächsische Landtag hat am Mittwoch dem 9.11.2016 die Mitglieder des 5. Medienrats der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien für die nächsten 6 Jahre gewählt. Die künftigen Mitglieder des Gremiums sind Michael Sagurna (94 Stimmen im 2. Wahlgang), Prof. Dr. Rüdiger Steinmetz (111 Stimmen), Grit Wißkirchen (114 Stimmen), Markus Heinker (88 Stimmen) sowie Eva Brackelmann (87 Stimmen im 2. Wahlgang).

Die neuen Mitglieder

Grit Wißkirchen ist Geschäftsführerin der Balance Film GmbH in Dresden. Sie war außerdem 8 Jahre Vorsitzende des Deutschen Institutes für Animationsfilm (DIAF), Mitglied im Vorstand des Mitteldeutschen Produzentenverbandes (MFFV) und Mitglied des Aufsichtsrates der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM). Mit ihr zieht eine starke und engagierte Vertreterin der sächsischen Filmbranche in das Gremium.

Prof. Markus Heinker ist „langjähriger Manager und Kreativer verschiedener Medien-Unternehmen, Hochschullehrer und Rechtsanwalt mit Schwerpunkt im Medien- und Wirtschaftsrecht“. Er wurde von der IHK Leipzig vorgeschlagen und bringt reichlich Medienerfahrung mit, u.a. als Programmdirektor von Radio Energy und Mitarbeiter beim MDR. Heinker war auch als Sachverständiger bei der Anhörung zur Änderung des Privatrundfunkgesetzes geladen.

Eva Brackelmann ist Journalistin und Geschäftsführerin der Evangelischen Aktionsgemeinschaft für Familienfragen Sachsen e.V., kurz eaf. Das ist ein Dachverband von familienbezogenen Einrichtungen, Werken und Verbänden der evangelischen Kirche. Sie ist außerdem Landesvorsitzende der SPD Frauen. Von 2001 bis 2007 war sie Geschäftsführerin Öffentlichkeitsarbeit/ Kampagnen beim SPD Landesverband Sachsen.

Ergebnis langwieriger Kompromissfindung

Der Medienrat besteht immer aus fünf Sachverständigen, die für sechs Jahre amtieren. Sie treffen alle relevanten Entscheidungen für die SLM. Rechtliche Grundlage ist das Sächsische Privatrundfunkgesetz (SächsPRG).

Jedes Mitglied des Gremiums benötigt bei der Wahl im Landtag eine 2/3-Mehrheit. Deswegen sind die Kandidaten im Vorfeld in einer langwierigen Kompromissfindung ausgehandelt worden – die Stimmenanzahl der Regierungskoalition aus CDU und SPD allein reicht nicht. Dementsprechend hat man sich die Grünen als Partner gesucht, die Prof. Steinmetz ins Rennen geschickt haben. Als reine SPD-Kandidatin ist Eva Brackelmann in dem Gremium, Sagurna ist als ehemaliger Regierungssprecher für die CDU mit im Boot. Wißkirchen und Heinker sind wohl gemeinsame Kandidaten der Regierungskoalition.

Mehr Informationen zur Wahl und dem Medienrat der SLM bei Flurfunk-Dresden

Ingelore König erneut zur Vorsitzenden des MFFV gewählt

Vor der Wahl

Vor der Wahl

Mit eindeutiger Mehrheit wurde die Geschäftsführerin der Kinderfilm GmbH zum dritten Mal zur Vorsitzenden des Mitteldeutschen Film- und Fernsehproduzentenverbandes gewählt.

Ihre Ziele für die nächsten zwei Amtsjahre sind engagiert: Sie will den fairen und transparenten Wettbewerb in der Medienwirtschaft in Mitteldeutschland voranbringen, die Wahrnehmbarkeit des Verbandes in der Branche und der Politik, bei Förderern und in den Sendern ausbauen und die Politik verstärkt in die moderne Welt der Medien einbeziehen.

„Wir können Film und Fernsehen. Das beweisen die vielen Preise, die unsere Film- Produzenten in der Welt abräumen. In Mitteldeutschland muss endlich Schluss damit sein, dass TV-Produzenten aus Köln oder München die großen Happen in der Region abbekommen. Gerade in Zeiten schmalerer Budgets beim MDR sollte der Sender enger mit seinen regionalen Produzenten und Dienstleistern zusammenarbeiten und die Kompetenz und Effizienz der einzelnen Unternehmen stärker nutzen. Der Dialog zwischen MFFV und MDR, der in den letzten Jahren begonnen wurde, sollte stärker ausgebaut werden“, sagte König hoffnungsvoll in ihrer Antrittsrede.
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Ingelore König wurde am 20. Januar 2011 zur neuen Vorsitzenden des MFFV gewählt. Sie ist Geschäftsführerin der Kinderfilm GmbH in Erfurt.

Frau König, man hört, Produzenten treffen sich vor allem, um gut zu essen und zu trinken. Werden Sie diese Tradition pflegen?
Gibt es was Charmanteres als ein Date mit Essen und Trinken? Und was machen Produzenten schon anderes als pausenlos daten?! Der kleine feine Unterschied liegt im Wörtchen gut.

Es gibt einen Verband der Kantinenpächter und einen der Seemannsfrauen. Sehen Sie den MFFV in einer Reihe mit diesen skurrilen Kleinverbänden? Was sind Ihre Ziele?
Also nichts gegen Pächter, aber mit Kantinen habe ich nicht die allerbesten Erfahrungen. Den Seemannsfrauen fühle ich mich da schon eher verbunden. Als Produzentin schickt man gern andere zum Geldverdienen und (mehr …)

Ein kurzes Klatschen, ein Händedruck von Vorgängerin Simone Baumann – und schon hatte Ingelore König den Job, von dem sie immer geträumt hatte: Vorsitzende des Mitteldeutschen Film- und Fernsehverbands. Wobei geträumt leicht übertrieben ist: „Eigentlich habe ich gar keine Zeit, noch Verbandsarbeit zu organisieren“, sagt die Chefin der Erfurter Kinderfilm GmbH, „doch wir brauchen ein kreatives Netzwerk.“

Was die Ingelore König und ihre Mitstreiter im Vorstand, Thomas Niemann, René Biermann und Toni Löser planen, ist nicht weniger als ein kompletter Neustart der Verbandsaktivitäten. Die vier an der Spitze wollen, dass der Verband stärker wahrgenommen wird. Sie wollen die Kommunikation mit Sendern und Redaktion, Förderinstitutionen und der Politik verstärken und die Interessen der 15 Mitglieder klarer und deutlicher formulieren. „In der Branche geht es gerade rund und das bleibt in den nächsten Monaten und Jahren so“, sagt Thomas Niemann, „mit unserer Arbeit wollen wir Verhandlungspartner, Türöffner und Inspiratoinsgeber sein.“

Die Zeiten sind rauh für Film- und Fernsehmacher. Selbst erfolgreiche Regisseure wie Wim Wenders, Faith Akin und Volker Schlöndorff sind besorgt um den Deutschen Film. Sie drängen die europäische Kommission die Filmförderung nicht weiter zu vernachlässigen. Auch beim Fernsehen gibt es tiefgreifende Veränderungen: Sinkende Minutenpreise stehen immer höheren Ausgaben gegenüber, Videojournalisten liegen im Trend – Chance oder Gefahr für die Produzenten? Beim MDR steht ein Generationswechsel in der Führungsetage an. Viele wichtige Posten werden neu besetzt.

Im Internet entstehen neue Märkte für Produzenten, zum Beispiel durch Google-TV. Kanäle wie Servus TV und öffentlich-rechtliche Spartensender wie ZDFneo oder ZDFkultur haben freie Sendeplätze, suchen Formate. Und: HDTV wird unsere Kompetenzen stärker denn je herausfordern.

Als Produzent muss man sich diesem Wandel stellen, sonst hat man verloren. „Als erste Amtshandlung (mehr …)